Aus der Weihnachtsbäckerei - Spitzbuben

Als «Spitzbuben» werden seit dem 16. Jahrhundert umgangssprachlich Kleinkriminelle oder schlaue Ganoven bezeichnet. Das Gebäck mit demselben Namen ist normalerweise ein kreisrundes Plätzchen, bestehend aus einem Boden und einem Deckel, gefüllt mit Marmelade und einem lustigen Gesicht, gebildet aus den in den oberen Keks gestochenen Löchern. Ausserhalb der Schweiz wird das süsse Weihnachtsgebäck auch als «Linzer Augen» oder «Hildabrötchen» genannt. Es gibt unzählige verschiedene Spitzbubenrezepte: mit und ohne gemahlene Mandeln, mit ganzen Eiern oder nur mit Eiweiss, gefüllt mit Gelée oder Marmelade. Meine Spitzbuben mache ich nach folgendem Rezept: Man nehme

  • 250 g weiche Butter

  • 125 g Zucker oder Puderzucker

  • 2 TL Vanillezucker

  • 1 Prise Salz

  • 1 verklopftes Eiweiss (oder 1–2 EL Milch)

und verrühre alles in einer Schüssel. Man füge

  • 350 g Mehl

hinzu und verknete alles zu einem Teig. Den Teig zugedeckt an einem kühlen Ort min. 2 Stunden ruhen lassen.

Die Spitzbuben werden mit Puderzucker herrlich fein, der Teig klebt aber mehr, was beim Ausrollen und Ausstechen zum Problem werden kann. Auch werden die gebackenen Guetzli mit Puderzucker brüchiger, weshalb sie beim zusammenkleben leicht brechen können. Deshalb verwende ich normalen Kristallzucker. Klebt der Teig trotzdem zu fest, einfach etwas Mehl einkneten.

Spitzbuben

Den Teig portionenweise auf etwas Mehl ausrollen und die gleiche Anzahl an Deckeln und Böden ausstechen. Die ungebackenen Guetzli nochmals 15 min kühlstellen. Bei 200° C in der Mitte des vorgeheizten Ofens ca. 6 min backen.

Wenn ich die Spitzbuben mit Gelée oder Marmelade füllen möchte, bestreiche ich die noch warmen Guetzli damit. Erkalten sie zu schnell, kann man auch das Gelée oder die Marmelade erwärmen, dann kleben Ober- und Unterteil besser zusammen. Da ich aber von Natur aus faul bin, verwende ich auch mal kalte Marmelade oder kaltes Gelée, was bis jetzt auch immer gut funktioniert hat. Die Spitzbuben mit Puderzucker bestäuben und geniessen!



Spitzbuben

Spitzbuben sind nicht nur ungemein leckere Weihnachtsguetzli, sie lassen sich auch ganz leicht abwandeln: Die meisten Rezepte schlagen Johannis- oder Himbeergelée oder Aprikosenmarmelade ohne Stückchen vor, aber eigentlich kann man jede Marmelade oder jedes Gelée verwenden, dass man mag. Da ich Schokolade und Nougat liebe, verwende ich Nutella oder Nougatcrème statt Gelée oder Marmelade, aber man kann auch Erdnussbutter oder Pistaziencrème nehmen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Einfach aufpassen, dass die Füllung ohne Kühlung nicht schlecht wird.

Statt mit Puderzucker bestäuben kann man weisse oder dunkle Kuvertüre schmelzen und die Spitzbuben zur Hälfte in die flüssige Kuvertüre tunken, die man wiederum mit gehackten Mandeln, Pistazien, Nonpareilles oder weihnachtlicher Streudeko dekorieren kann.

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